Wind und andere Probleme! / Wind and other problems! (10. Tag / Day 10)

(English version below)

Karte_Tag_10In die Westfjorde und zum Dynjandifoss hin kommen ist ja das eine, aber erfolgreich ist eine Tour nur, wenn man auch wieder weg kommt. Und das drohte heute Morgen zu scheitern. Als ich das Motorrad aus der nächtlichen Ladeposition holte und das kurze Stück zum Waschplatz fuhr, war noch alles ok. Dann Schlamm absprühen und das Bike wieder halbwegs reinigen. Dann lud ich das Gepäck auf, checkte aus dem Hotel aus und es sollte losgehen. Neben mir startete auch gerade ein „Verbrenner-Motorrad“ und fuhr noch zur Zapfsäule auf dem Parkplatz. Während ich noch dachte, „Ach der muss erst noch tanken, das habe ich über Nacht schon erledigen lassen“, wollte ich losfahren. Aber das Motorrad bewegte sich nur ein kleines Stück und dann tat sich nichts mehr. Aber die rote Fehler-Anzeige blinkte. Ich schaltete das Display auf Fehlercode-Anzeige um und es wurde „Error 20“ angezeigt. In der Anleitung nachgeschaut: Das heißt „BMS Isolation niedrig“ (Batterie Management System). Ohje – und jetzt? Hat das was mit dem Waschen zu tun? Elektrik und Wasser, ja ja… Ich habe dann Beratung per sms von Christian und via Facebook eingeholt. Fazit: Warten und trocknen lassen, vor allem den zusätzlichen AUX-Ladeanschluss. Schlussendlich verschwand der Fehler nach einer Stunde und ich konnte endlich, aber deutlich später als geplant los. Heut waren es immerhin 270 km Strecke, die mich von den Westfjorden wieder auf die Ringstraße brachten.

Bei der Abfahrt sah ich dann die Windanzeige für den Pass auf der Strecke. Oh Schreck, eine rote Anzeige. Warnung vor Windböen bis 18 m/s. Dass die Isländer diese Einheiten verwenden, mit der keiner etwas anfangen kann, ist schon eigenartig. Klartext: Das heißt Windstärke 8 bzw. 65 km/h. Dazu findet man in Tabellen auch die Angabe „Von Bäumen werden Äste abgerissen“. Meine Winderfahrung mit dem Motorrad? Ok, jetzt vorhanden.
Man legt sich halt automatisch in den Wind und ich bin natürlich langsam gefahren, wo es böig war. Das Motorrad wird manchmal aber ganz schön geschaukelt. Da man beim Ausfahren der Fjorde ja immer die Richtung wechselt, gab es auch Stellen, wo ich Rückenwind hatte.
Regen kam dann auch noch dazu und gerade rechtzeitig hab ich dazu die extra Regenkleidung angezogen. Und dann kam schon wieder Error 20 und dazu auch noch 28. Aber zu meiner Überraschung ließ sich das Motorrad weiter fahren. Ok, jetzt bloß nicht anhalten, so lange es noch fährt… Nachdem der Regen vorbei war, verschwanden nach einer Weile auch die Fehler wieder. Beim ersten Ladestopp beim Hotel Bjarkalundur bemerkte ich auch warum die Fehler wohl kamen: Ich hatte zum besseren Trocken des AUX-Anschlusses die Kappe abgemacht, vor der Abfahrt aber vergessen sie wieder drauf zu machen.

Ladestopps hatte ich insgesamt drei: Den zweiten hatte ich in einer Autowerkstatt in Búðardalur auf Empfehlung eines Freundes eingelegt. Einer der Mechaniker kannte mich schon aus dem Fernsehbericht :-). Von meinen bisherigen Erfahrungen wäre dieser Ladestopp nicht nötig gewesen, aber es fährt sich einfach entspannter, wenn man nicht ständig mit der Reichweite rumrechnen muss. Einen dritten Ladestopp habe ich dann noch an der Tankstelle Staðarskáli eingelegt. Hier wollte ich noch ein Foto ähnlich wie 2010 machen, wo ich mit einem gelben Ford Mustang unterwegs nach Akureyri war. Außerdem wollte ich nochmal die kleine Ladestation von ON ausprobieren, mit denen ich Ost-Island nicht so gute Erfahrung gemacht hatte. Auch hier: Nur einphasiges Laden möglich, d. h. für mich nur 3,3 kW. Immerhin konnte ich das Motorrad während des Ladevorgangs aber ausschalten und etwas im Tankstellenladen einkaufen.
Auf jeden Fall waren diese Ladestopps sinnvoll, denn der Stromverbrauch des Motorrads war durch den Gegenwind, den ich auf dem 2. Tagesabschnitt hatte deutlich höher als sonst. Und auf der Ringstraße mit 50 – 60 km/h dahin schleichen, ist auch nicht zu empfehlen.

Heute gab es dann auch nochmal zwei Abschnitte mit ungeteerten Pisten und einen längeren heftigen Track wegen einer Baustelle.

P1140288Nachtrag zu gestern (Dynjandifoss): Dieser Wasserfall ist „gefährdet“. Ich war gestern überrascht und erfreut, wie wenig dort los war. Der Foss ist nicht so mal eben zu erreichen, sowohl von Süden, als auch von Norden ist einige Fahrzeit nötig. Von Norden? Ja, denn da kommen die Kreuzfahrttouristen her, die bereits zeitweise Isafjörður überschwemmen. Wollen sie zum Dynjandi, müssen Sie eine fast 4-stündige Bustour auf sich nehmen (1,5 h hin, zurück und 1 h Aufenthalt). Nun möchten die Kreuzfahrtschiffe gerne die Rechte haben, direkt in den Arnarfjord (siehe Bild) einzufahren, um dort ihre Massen auszukotzen. Das halte ich für bedenklich. Manche Dinge sollten auch nur mit einigem eigenen Aufwand erreichbar bleiben.

(English version)

Karte_Tag_10To come to the Westfjords and the Dynjandifoss is one thing, but a tour is only successful if you come away as well. And that threatened to fail this morning. When I got the bike out of the nightly charging position and drove the short distance to the washing area, everything was still ok. I cleaned the bike with water. Then I loaded the luggage, checked out of the hotel and wanted to start. Next to me also an ICE bike started its engine and drove to the gas station at the parking lot. While I was still thinking, „Oh, he has to refuel first, I’ve had that done overnight,“ I wanted to drive off. But the bike moved only a little bit and then nothing happened anymore. But the red error indicator blinked. I switched the display to error code display and „Error 20“ was displayed. Looked in the manual: That means „BMS Insolation low“ (Battery Management System). Oh, and now? Does that have something to do with the washing? Electrics and water, yes … I then got advice via text messages from Christian and via Facebook. Conclusion: wait and let dry, especially the additional AUX charging port. In the end, the mistake disappeared after an hour and I was finally able to leave, but much later than planned. Today it was after all 270 km track, which brought me away from the Westfjords again on the ring road.

On the descent I saw the wind indicator for the pass on the track. Oh, shock, a red indicator. Warning of gusts of wind up to 18 m/s. That the Icelanders use these units, with which no one can do anything, is strange. Real meaning: wind force 8 Beaufort or 65 km/h. In addition one finds in tables also the indication „from trees smaller branches are broken“. My wind experience on a motorbike? Ok, now I have it.
You lie down automatically against the side winds and of course I drove slowly, where it was gusty. Sometimes the bike is shaken quite nicely. Since you always change the direction when you drive in the fjords, there were also places where I had tailwind.
Rain came in addition and just in time I’ve put on the extra rain clothing. And then again came Error 20 and also 28. But to my surprise, the bike could continue driving. Ok, just do not stop now, as long as it still drives… After the rain was over, the errors disappeared after a while. At the first charging stop at the hotel Bjarkalundur I also noticed why the errors came: I’ve made the cap off the AUX port for better drying, but before departure forgotten to close it again.

I had a total of three charging stops: The second I had engaged in a car repair shop in Búðardalur on the recommendation of a friend. One of the mechanics already knew me from the TV report :-). From my riding experience in Iceland, this charging stop would not have been necessary, but it simply runs more relaxed, if you do not constantly have to do mental arithmetics with the range. I then made a third charge stop at the gas station Staðarskáli. Here I took a photo similar to 2010, where I was traveling to Akureyri with a yellow Ford Mustang. In addition, I wanted to try again the small charging station of ON, with which I had not had such a good experience in East Iceland. Again: Only single-phase loading possible, what means for me only 3.3 kW. After all, I could turn off the bike during the charging process and buy something in the gas station shop.
In any case, today’s additional charging stops were useful, because the power consumption of the motorcycle was really high due to the headwinds, which I had on the 2nd day section. And driving on the ring road with only 50 – 60 km/h, is not recommended.

Today there were again two sections with unpaved roads and a longer heavy track because of a construction site.

P1140288Addendum to yesterday (Dynjandifoss): This waterfall is „in danger“. Yesterday I was surprised and pleased how few people there were. The Foss is not so easy to reach, either from the south, or from the north, some travel time is needed. From the north? Yes, because that’s where the cruise ship tourists come from, who are already flooding Isafjörður at times. If they want to go to the Dynjandi, they will have to take a 4-hour bus tour (1.5 hours there, back and 1 hour stay). Now the cruise ships would like to have the rights to drive directly into the Arnarfjord (see picture) and to vomit out their masses. I think that is critical. Some things should remain accessible only with some own effort.

Durch die Westfjorde zum Dynjandi / Through the Westfjords to Dynjandi (9. Tag / Day 9)

(English version below the pictures)

Heute habe ich ein großes Ziel der Reise erreicht: Den Wasserfall Dynjandi. Außerdem in Patreksfjörður den nordwestlichsten Punkt der Reise und irgendwo dort auch die Marke 2000 km in Island.
Zunächt habe ich mit der Fähre in die Nordwestfjorde übergesetzt, 3 Stunden Ruhe :-). Dann ging die Fahrt nach Patreksfjörður zum ersten Ladestopp, direkt unterhalb des Schwimmbads. Dort bekam ich vom Manager des Bad+Sportkomplexes Tipps, wo ich weiter laden könne auf meiner Strecke. Außerdem organisierte er noch ein kurzes Interview mit einem lokalen Pressevertreter. Das werde ich dann verlinken, sobald verfügbar.

Ohne einen weiteren Ladestopp wäre die ganze Strecke zum Dynjandi und dann wieder ein Stück zurück und weiter zum Hotel Flokalundur wieder eine Herausforderung gewesen. So gab es den 2. Ladestopp in meinem geliebten Bíldudalur. Eigentlich sollte ich dort bei der Energiefirma Orkabú nach 3-Phasen-Strom fragen, tat ich auch, aber die hatten gerade wegen Umbauarbeiten alle Elektrik  bei Ihnen stillgelegt. Aber ich solle an der Sporthalle fragen. Und da fanden sich dann blaue Campingstecker. Also konnte ich auch diesen Adapter mal wieder einsetzen. Mit 94 % Akku bin ich dann weiter gefahren. Das reichte locker, denn die nun folgende Piste hatte es in sich. Ca. 80 km Dreckpiste bin ich gefahren, denn kurz hinter Bíldudalur ist nicht mehr geteert. Da es noch nass war und teilweise regnete (ich schrieb zwar gestern von Sonne…), wurde ich erwartungsgemäß ganz schön dreckig (so wie die Autos auf solchen Pisten auch). Die separate Regenkleidung ließ sich aber abends ganz leicht abwaschen. Das Motorrad hat auch einiges mitgemacht und wird morgen früh gesäubert.

Ich bin die ganze Strecke sehr vorsichtig gefahren, Tempo 30 – 45 war angesagt. Das führte neben der höheren Reichweite auch dazu, dass ich die Landschaft besser genießen konnte, trotz Konzentration auf die Strecke. ►Hier gibt’s ein kurzes Video vom Aufladen in Patreksfjörður und eine r Vorbeifahrt auf dem Weg zum Dynjandi.

Eigentlich habe ich hier nur einen kleinen Ausschnitt der Westfjorde bereist, aber auf den Bildern könnt Ihr sehen, dass auch der schon mehr als eindrucksvoll ist. Aus Zeitgründen im folgenden die Bildergalerie ohne weitere Bildunterschriften (drauf klicken zum Starten).

(English version)

Today I reached a big destination of the trip: the waterfall Dynjandi. Also I reached in Patreksfjörður the northwesternmost point of the trip and somewhere there the mark 2000 km in Iceland.
First, I took the ferry into the Westfjords, 3 hours rest :-). Then I drove to Patreksfjörður for the first charging stop. That’s located just below the swimming pool. There I got hints from the manager of the bath and sport area, where I could charge next on my route. He also organized a short interview with a local media representative. I will link that here as soon as available.

Without another charging stop the whole distance to the Dynjandi and then back again and further to the hotel Flokalundur would have been a challenge again. So I made a 2nd charge stop in my beloved Bíldudalur. Actually, I should ask there at the power company Orkabú for 3-phase power. I did, but they had just shut down all the electrical equipment for because of renovations. But I should ask at the sports hall. There were blue camping plugs. So I could use this adapter again. With 94% battery, I continued then. That was enough, because the following track had it all. Approximately 80 km dirt road I drove, because shortly after Bíldudalur the paved road ends. Since it was still wet and partly raining (although I wrote yesterday expecting sun …), I was as expected pretty dirty (as the cars on such slopes also). But my extra rain clothing was easy to wash off in the evening. The bike has also gone through a lot and will be cleaned tomorrow morning.

I drove very carefully the whole way, a speed of 30 – 45 km/h was best. This, in addition to the higher range also meant that I could enjoy the landscape better, despite concentration on the track. ► Here’s a short video of charging in Patreksfjörður and a drive on the way to Dynjandi.

Actually, I have traveled only a small part of the Westfjords here, but in the pictures you can see that even that is more than impressive. For reasons of time the picture gallery is without further captions (see above, click on it to start).

Mit Rückenwind nach Norden / With tailwind north (8. Tag / Day 8)

(English see below)

Karte_Tag_08Heute ging es wieder weiter auf meiner Runde um Island, ein gutes Stück nordwärts. Das wäre eigentlich einfach gewesen, aber ich habe noch einen Umweg gemacht. Außerdem hab ich mich mal mit der Zero und dem Gepäck gewogen, das ist dann in der Bildunterschrift erklärt. Aber zunächst mal zum ersten Ladestopp: Den hatte ich in Akranes geplant, weil ich da auch noch Freunde besuchen wollte. Allerdings waren die nun selber in Island unterwegs, den Ladestopp habe ich aber trotzdem gemacht, weil vor dem nächsten Ladestopp eine Strecke von 149 km zu bewältigen war. In Akranes gibt es zwar eine Ladesäule von ON, aber dummerweise nur mit DC Gleichstromladeanschlüssen. Ich brauche aber AC Wechselstrom mit Typ 2 Stecker. Das wusste ich vorher schon und so bin ich im Gewerbegebiet herum gefahren, um irgendwo nach einer Lademöglichkeit zu fragen. Eine Oli’s Tankstelle, einen N1 Tankstelle (da durfte ich es versuchen, aber die Sicherung vertrug die 3 kW an der Haushaltssteckdose doch nicht) und bei einer TÜV-Staion (oder wie das hier heißt). Dort sah ich zwar eine begehrte rote Steckdose, aber die Dame am Tresen wusste nicht, ob sie mir das Laden erlauben durfte. Nach etwa einer 3/4 Stunde Zeitverlust kam dann endlich die Rettung in Form einer kleinen Autowerkstatt. Sehr nette Leute, es gab sogar Kaffee und Kuchen für mich. Im Zeitplan war ich Dank eines frühen Starts in Reykjavík trotzdem.

Nun konnte ich also die 149 km Strecke angehen. Es ging zu den Lavawasserfällen Hraunfossar. In meiner Reiseplanung hatte ich geschrieben, dass ich keine Probleme mit dem Wind erwarte, aber da es Seitenwind war, war er eigentlich für den Hin- und Rückweg schlecht. Außerdem war es mit 11 Grad recht frisch. Ich war also mit sparsamen 60 – 65 km/h unterwegs, als ich von der Ringstraße auf die [50] abgebogen war. In Borganes habe ich dann eine ON-Ladesäule genutzt. Die 10 EUR waren es mir nun wert, keinen Warte/Fragezeit zu vergeuden.
In Stykkisholmur gab es dann wieder eine der beliebten Orkusalan violetten Ladeboxen. Diese war geschickterweise auf dem Parkplatz beim Schwimmbad angebracht. Nachdem ich in meiner urigen Unterkunft („Homestay“!) netterweise sogar kochen konnte, ging ich noch von 20:36 bis 21:37 Uhr ins Bad und habe das Motorrad in 1:01 h aufgeladen. Diesmal muss ich also nicht über Nacht laden.

Morgen geht es dann um 9 Uhr mit der Fähre Baldur in Richtung Nordwestfjorde. Die Tagesetappe kann ich dann erst um 12 oder 13 Uhr starten, wenn die Fähre angekommen ist. Dazu habe ich in der Reiseplanung ja schon was geschrieben. Die Wetteraussichten sind in den letzten Tagen immer besser geworden. Es wird kaum Regen geben, aber auch Sonne ist dabei. 85 km der Strecke sind nicht geteert, aber ich will das angehen, denn am nordwestlichsten Punkt meiner Strecke wartet der Dynjandi-Wasserfall auf mich. Außerdem werde ich die Marke „2000 km in Island“ überschreiten.

(English version)

Karte_Tag_08Today I continued my journey around Iceland, a good way north. That would have actually been easy, but I made another detour. In addition, I weighed myself once with the Zero and the luggage, what I explain in the captions (see pictures). But first of all to the first charge stop: I had planned that in Akranes, because I wanted to visit friends there as well. However, they were now on their own tour in Iceland. But anyway I made the charging stop, because before the next stop a distance of 149 km had to be done. In Akranes there is a charging station of ON, but unfortunately only with DC charging ports. But I need AC with a type 2 plug. I knew that before and so I drove around in the industrial area to ask for a plug somewhere. An Oli’s gas station, a N1 gas station (there I was allowed to try it, but the fuse did not tolerate the 3 kW at the standard socket) and a station for checking cars. There I did see the desired red outlet, but the lady at the counter did not know if she could allow me to charge. After about a 3/4 hour loss of time I finally found a rescue in form of a small car repair shop. Very nice people, even coffee and cake for me. Thanks to an early start in Reykjavík, I was still on schedule.

So now I could start the 149 km route. It drove to the lava waterfalls Hraunfossar. In my itinerary I had written that I did not expect any problems with the wind, but since it was crosswind, it was actually bad for the way there and back. In addition, it was quite fresh with 11 degrees. So I was travelling at an economical 60-65 km/h when I left the ring road to the [50]. In Borganes I then used an ON charging station. The 10 EUR was it worth to me, no waiting/enquiring time to waste.
In Stykkisholmur there was again one of the nice purple Orkusalan charging boxes. This was cleverly positioned at the parking lot near the swimming pool. After I even was able to cook in my rustic accommodation („Homestay“!), I went to the „Sundlaug“ from 20:36 to 21:37 and had the bike charged in 1:01 h. This time I did not have to charge overnight.

Tomorrow I will leave at 9 o’clock with the ferry Baldur in direction Westfjords. The day’s stage I can then start at 12 or 13 clock, when the ferry arrived. I already wrote something in „Planning the trip“ about that. The weather outlook has gotten better in the last few days. There will be nearly no rain, but there is also sun. 85 km of the track are not paved, but I want to do that, because at the northwestern point of my route the Dynjandi waterfall is waiting for me. In addition, I will exceed the mark „2000 km in Iceland“.

 

Ruhe/Besuchstag in Reykjavík / Rest/Visiting day in Reykjavík

Heute hatte ich Treffen mit fünf Freunden in Reykjavík und von einem neuen Kontakt kann ich ein Bild zeigen. Es war sehr nett, Einar, den einzigen Isländer, der ein Zero-Motorrad fährt kennenzulernen.

Today I met five friends in Reykjavík and from a new contact I can show a picture. It was very nice to meet Einar, the only Icelander riding a Zero (DSR) motorcycle in Iceland.

Zero_Meeting_Reykjavik_June

Und dann gab es noch etwas mehr Öffentlichkeit. Der RUV Beitrag wurde von Icelandreview übernommen und mein Freund Claus machte sein „Photo of the Day“.

And then there was some more public resonance. The RUV report was taken over by Icelandreview and my friend Claus made his „Photo of the Day“:

Eine Runde um Reykjanes / A round around Reykjanes (6. Tag / Day 6)

(English see below)

Heute kam der Bericht über meine Tour in den isländischen Fernsehnachrichten (zu Minute 18:11 springen oder unter dem Video den Link „00:18:11-…“ anklicken):
http://www.ruv.is/sjonvarp/spila/frettir-kl-19-00/23879?ep=7gbunh

Karte_Tag_06Wie geplant habe ich heute die Halbinsel Reykjanes umrundet und bin nun in Reykjavík. Das war eine schöne Tour in nicht aufregender aber netter Landschaft. Außerdem abseits der Hauptroute und auch deswegen sehr angenehm. Was heute nicht wie geplant lief (sondern besser) waren die Ladestopps. An drei Orkusalan-Stationen konnte ich mit voller Kraft laden bzw. Nachladen. Am Tag vorher fiel mir bei plugshare schon auf, dass es auch in Þorlákshöfn eine Ladestation gibt. Dadurch entfiel ein für 2 Stunden geplanter Stopp in Grindavík. Weitere Infos findet Ihr in den Bildunterschriften der Galerie.

Morgen ist Ruhetag, an dem ich mich mit einigen Freunden treffen werde, die „Standardfotos“ (Motorrad vor x, Motorrad vor y) habe ich heute Abend schon gemacht, denn dank leichtem Regen war es recht leer überall.

Nachtrag zu gestern: Im letzten Bild habe ich die Teerstreifen an den Reifen gezeigt. Das führte dann heute Morgen beim Schotter auf dem Parkplatz vor der Unterkunft dazu, dass kleine Steinchen an den Reifen klebten und erstmal ordentlich Lärm in den Schutzblechen machten beim Losfahren. Das Motorrad macht hier einiges mit.

(English version)

Today the report on my tour came in the Icelandic TV news (jump to minute 18:11 or click the link below the video named „00:18:11 -…“):
http://www.ruv.is/sjonvarp/spila/frettir-kl-19-00/23879?ep=7gbunh

Karte_Tag_06As planned, I rounded the Reykjanes peninsula today and am now in Reykjavík. That was a nice tour in not exciting but nice landscape. In addition, off the main route and therefore very pleasant. Different to my plans (but better) were the charging stops. At three Orcusalan stations I was able to charge or recharge with full power. The day before I already noticed on plugshare that there is also a charging station in Þorlákshöfn. This saved me a planned stop for 2 hours in Grindavík. Further information can be found in the captions of the gallery.

Tomorrow is a rest day, where I will meet some friends. The „standard photos“ (motorcycle in front of x, motorcycle in front of y) I did this evening, because it was pretty empty everywhere due to the light rain.

 

Regen am Golden Circle / Rain at the Golden Circle (5. Tag / Day 5)

(English version later)

Karte_Tag_05Über diesen Tag hatte ich mir am meisten Gedanken gemacht bei der Planung. Es war eine längere Strecke, es gab so viel zu besichtigen und wo sollte ich laden oder nachladen? Schlussendlich war es ganz einfach, denn ich merkte als ich hinter dem Seljalandsfoss wieder auf die Ringstraße kam, dass ich Rückenwind hatte. Dazu mein sparsames und gemütliches Tempo von 70 km/h, was die Durchschnittsverbrauchsanzeige deutlich unter 50 Wh/km (5 kWh/100km) fallen ließ. Eigentlich hätte ich nur einen Ladestopp gebraucht, den ich auch wie geplant machte. Was nicht geplant war, war das schöne kleine Schwimmbad in 1 min Weg von der Ladestation. So konnte ich eine Stunde der 75 min Ladezeit sehr entspannt verbringen.
Erstmals habe ich heute an einer Orkusalan Ladebox geladen, die an einem Gemeindezentrum angebracht war. Kostenlos ohne Zugangsbeschränkung. So macht E-Mobilität Spaß! Da ich in Fluðir noch kurz einkaufen wollte, habe ich auch die Station dort genutzt. Die Zeit im Laden dauerte aber länger als das Laden.

An Sehenswürdigkeiten gab es heute einige „Standard-Sachen“, außer der Urriðafoss und der Hjalparfoss. Dementsprechend habe ich auch weniger Zeit als geplant dort verbracht. Ich war schon häufig da und außerdem regnete es. Hier ►ein kurzes Video beim Geysir.
Die Fahrt zum Hjalparfoss war wieder spannend: In Arnes wo ich den Ladestopp geplant hatte, kam ich schon auf dem Weg zum Hjalparfoss vorbei, prüfte die Ladestation und die Reichweite: 60 km waren im Display und hin und zurück zum Wasserfall waren es 48 km. Also, warum Zeit mit Laden verschwenden? Sparsam fuhr ich zum Foss und etwas schneller zurück, so dass ich mal wieder mit 0 % Akku ankam, siehe Bilder.
Der letzte Abschnitt vom Geysir zur Unterkunft war wie vorhergesagt ziemlich regnerisch. Deswegen gab es dann auch keinen Abendausflug (60 km) nach Thingvellir. Den See sehe ich auch von meiner Unterkunft. Die nächsten Tage werden wohl nicht komplett trocken, aber mit weniger Regen.

Noch ein Nachtrag zu gestern: Als ich vom Gletscher Solheimajökull weggefahren bin, ist das Display komplett ausgefallen, nur die blaue Hintergrundbeleuchtung war noch an. Ich hatte das bisher wenige Male, dass das Display kleinere Ausfälle hatte, je nach Position des Gasgriffs. Es blieben aber immer noch Teile der Anzeige zu erkennen. Aber nun ein kompletter Ausfall, das war neu. Deshalb dachte ich auch „Das war’s jetzt…“ Mir fehlten ja nun alle Informationen für die Fahrt: Wieviel Prozent im Akku? Geschwindigkeit, Restreichweite und vor allem der Durchschnittsverbrauch. Aber dann ging ich im Kopf die Alternativen durch: Ich kann per Bluetooth mit dem Handy die wichtigsten Sachen auslesen und auch während der Fahrt anzeigen lassen, ich habe eine genaue Planung und kann mich an den km-Angaben aus dem Navi orientieren. Könnte also klappen. Als ich dann am Skogafoss war und die Maschine ausschaltete und nach einer Weile wieder einschaltete war wieder alles ok. Und irgendwo dort habe ich auch die ersten 1000 km in Island vollendet!

(English version)

Karte_Tag_05I had thought the most about this day during the planning. It was a long way, there was so much to see and where should I charge? Finally, it was easy, because I noticed when I came back on the ring road behind Seljalandsfoss that I had tailwind. In addition I drove  my economical and comfortable pace of 70 km/h, which dropped the average consumption in the display well below 50 Wh/km (5 kWh/100km). Actually, I would only have needed one charging stop, which I also made as planned. What was not planned was the beautiful little swimming pool just one minute away from the charging station. So I could spend one hour of the 75 minutes charging time very relaxed.

For the first time I charged today at an Orkusalan charging box, which was attached to a community center. Free without access restriction. This is how e-mobility is fun! Since I wanted to shop in Fluðir for a short time, I also used the station there. The time in the shop took longer than the charging.

There were some „standard things“ of sights today, except the Urriðafoss and the Hjalparfoss. Accordingly, I spent less time there than planned. I’ve been there many times it has also been raining. Here ►a short video at Geysir.
The drive to the Hjalparfoss was exciting again: Arnes, where I had planned the charging stop, I already passed on the way to the Hjalparfoss.  So in Arnes I tested the charging station and the range: 60 km were on display and a return trip to the waterfall was 48 km. So, why waste time with charging? Economically I drove to the Foss and returned a little faster. So I arrived again with 0% battery, see pictures.
The last section from the geyser to the accomodation was pretty rainy as predicted. That’s why there was no evening round trip (60 km) to Thingvellir. I also can see the lake from my accommodation. The next few days will probably not completely dry, but with less rain.

Another supplement to yesterday: When I drove away from the glacier Solheimajökull, the display has completely failed! Only the blue backlight was still on. I have had a few times that the display had smaller failures, depending on the position of the throttle. However, parts of the it were still visible. But now a complete failure, that was new. So I thought, „That’s it now …“ I was missing now all the information for the ride: What percentage in the battery? Speed, remaining range and above all the average consumption. But then I went through the alternatives in my head: I can read the most important things via Bluetooth with my mobile phone and also display them while riding. I have a precise plan and can orient myself to the km data from the navigation system. So that could work. When I arrived at the Skogafoss and turned off the machine and after a while again on, everything was ok again. And somewhere there I have completed the first 1000 km in Iceland!

 

Touristenmassen / Many tourist (4. Tag / Day 4)

(English below)

Karte_Tag_04Heute bin ich im Süden angekommen und das hat man an der Zahl der anderen Touristen gemerkt. Die Zeit des tollen Wetters ist auch vorbei, hinter Vik ging es mit dem Regen los. Zwischendurch gab es nur einen Ladestopp. Dazu habe ich in einer Autowerkstatt nach einer Starkstromsteckdose gefragt, was nach einer Weile warten auch klappte. Weitere Infos zu den Zwischenzielen gibt es in den Bildunterschriften.

Distanzmäßig war das ein kürzerer Tag mit 180 km. Zum Vergleich: Tag 1: 318 km, Tag 2: 299 km, Tag 3: 230 km. Für morgen sind 261 + 60 geplant. Die Zusatz-km sind für einen Abendausflug nach Þingvellir geplant. Aber morgen wird es ziemlich nass in der zweiten Tageshälfte und ich werde froh sein, wenn ich in der Unterkunft bin und dort bleiben kann.
Ich bin auf jeden Fall immer etwas länger unterwegs als geplant, und das liegt an:

  • viele Fotostopps
  • langsam fahren wegen Wind, um Reichweite zu sparen
  • Wartezeiten, bis das Laden beginnt, wenn man irgendwo fragt oder (wie gestern) eine Sicherung bei Skaftafell rausfliegt und es eine 3/4 Stunde dauert, bis ich die Alternative starten konnte. Hier hatte ich aber sowieso 3 Stunden Pause eingeplant, um auch Zeit für die Wanderung zum Svartifoss zu haben.

Hier nun der erste Teil Bilder von heute, beginnt noch sonnig, das war es aber nicht mehr in Vík:

Weiter geht es nun mit Touristenmassen, die ich erlebte bei Reynisfjara Beach, Solheimajökull (nicht in den Bildern), Skogafoss und vor allem Seljalandsfoss mit Parkgebühr von über 5 EUR. Mehr in den Bildunterschriften.
Zu Bild 3 und 4 gibt es noch eine Geschichte und einen ► Videolink. Ich bin eine Schotterpiste mit Schlaglöchern hochgefahren zum Dyrhólaey lighthouse, aber zu ehen gab es da oben wegen Nebel eigentlich nichts. Die Piste war schon schwierig im leichten Regen wegen der eingeschränkten Sicht durch den Helm. Bei Runterfahren habe ich dann das Motorrad auf die Seite gelegt, als ich etwas weit nach links in weicheren Schotter kam. Das aber bei sehr langsamer Geschwindigkeit. Hinter mir war gerade ein Kleinbus und der Fahrer half mir beim Aufrichten des Bikes. Das geht alleine wegen des ganzen Gepäcks nämlich nicht.

Noch einen ► Videolink habe ich zum Thema Parkplatz am Seljalandsfoss.

Während das Motorrad draußen lädt, habe ich mir in der Gemeinschaftsküche etwas gekocht und arbeite hier gerade am Blog. Grüße aus Stora Mörk, wo mich mit Ragna und Ásgeir schon seit dem Winter 2005 etwas verbindet.

(English version)

Karte_Tag_04Today I arrived in the south and I noticed the number of other tourists. The time of the nice weather is over, behind Vik it started with to rain. In between there was only one charge stop. For this I asked in a garage for a power outlet, what after waiting a while  also worked. Further information on the interim destinations can be found in the captions.

The driving distance was a shorter today with 180 km. For comparison: Day 1: 318 km, Day 2: 299 km, Day 3: 230 km. For tomorrow 261 + 60 are planned. The additional km are planned for an evening trip to Þingvellir. But tomorrow it will be quite wet in the second half of the day and I will be glad if I am in the accommodation and can stay there.
I’m definitely always a little longer than planned, and that’s because:

  • many photo stops
  • driving slowly because of wind to save range
  • Wait until the charging starts, if you ask somewhere or (as yesterday), where the fuse at Skaftafell blow off and it took a 3/4 hour until I could start the alternative charging. But here I had planned a 3-hour break anyway to have time for the hike to Svartifoss.

Here is the first part of the pictures of today. It starts sunny, but that was not in Vík anymore:

It continues with tourist crowds that I experienced at Reynisfjara Beach, Solheimajökull (not in the pictures), Skogafoss and especially Seljalandsfoss with a parking fee of over 5 EUR. More in the captions.
To picture 3 and 4 there is a story and a ►video link. I went up a gravel road with potholes to the Dyrhólaey lighthouse, but there was really nothing to see up there because of fog. The track was already difficult in the light rain because of my limited view through the helmet. When driving down, I then put the bike on its side, as I came a little way to the left in softer gravel. But at very slow speed. Behind me was just a minibus and the driver helped me with picking up the bike. This is not possible for me alone because of all the luggage.

I still have a ► video link on the subject parking on Seljalandsfoss.

While the bike is charging outside, I cooked something in the guesthouse kitchen and am currently working on the blog. Greetings from Stora Mörk, where I have a special relation to Ragna and Ásgeir since the winter of 2005.