1 – 3: Ost → Süd

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Tag 1, Dienstag, 5. Juni 2018

Karte_Tag_01a

Planmäßig kommt die Fähre um 9:00 Uhr in Seyðisfjörður und damit der erste Elektromotorradfahrer in Island an. Ich rechne mal vorsichtig, dass ich erst um 11 Uhr los komme. Trotz dieser späten Abfahrt, hat es der erste Tag gleich in sich, denn es wird mit geplanten 297 km meine größte Tagesetappe.
► Die Etappe in Google-Maps.

  • Fahrt nach Egilsstaðir und ein bisschen was Einkaufen.
  • Weiter am See Lagarfljót entlang zum Infocenter Snæfellsstofa und zum  Klausturkaffi. An einer dieser beiden Stellen werde ich nach einer Lademöglichkeit fragen. Strecke bis hier: 66 km, viel Laden muss ich also noch nicht, aber ich brauche jetzt einen vollen Akku.
  • Nun geht es hoch zum Kárahnjúkar-Staudamm. Hier erzeugt Island „billigen“ Strom vor allem für die Aluminiumindustrie in Reyðarfjörður, durch das ich an diesem  Abend auch noch fahren werde. Strecke hoch zum Kárahnjúkar: 63 km, zurück zum Klausturkaffi sind es also fast 130 km. Dann muss ich entscheiden, ob ich hier nochmal nachlade oder die 27 km zum nächsten geplanten Stopp noch schaffe. Das wird auch von Wind und Wetter abhängen.
  • Das nächste Ziel (also nach den weiteren 27 km) ist Vallanes, ein Ökohof, den ich über den Künstler Thomas Rappaport kenne. Aber ich war noch nie dort. Was liegt also näher, dort mit einem Elektromotorrad vorbei zu schauen?
  • Nun sind es noch 85 km bis zum Zielort des Tages in Neskaupstaður. Je nachdem wie voll ich in Vallanes laden konnte (nur mit halber Ladeleistung), muss ich eventuell in Egilsstaðir an einer Ladesäule mit voller Leistung in kürzerer Zeit nachladen.
  • Dann geht es über Reyðarfjörður an der Aluminiumfabrik vorbei in die Ostfjorde nach Neskaupstaður.
  • Übernachtung: Guesthouse Tonspil in Neskaupstaður. Laut Planung (siehe Bilder weiter unten) müsste ich ca. 19 Uhr dort sein.

Tag 2, Mittwoch, 6. Juni 2018

Karte_Tag_02aDiese Strecke wird mit geplanten 267 km etwas kürzer als die erste. Eine schöne Fahrt durch die Ostfjorde erwartet mich. Zwei Tunnel kürzen ab bzw. ersparen eine Steigungsstrecke. Außerdem kommt heute nach etwa 130 km Fahrt das letzte nicht geteerte Stück der Ringstraße im Berufjörður. Da muss ich aufpassen, dass kein Steinchen in den Zahnriemen gelangt und diesen beschädigt.
► Die Etappe in Google-Maps.

  • Aus Sicherheitsgründen mache ich einen Zwischen-Ladestopp in Stöðvarfjörður, nicht weit von „Petras Steinesammlung“, die ich aber bereits 2003 gesehen hatte…
  • Djúpivogur erreiche ich nach 162 km Fahrt, was den Zwischenstopp vorher sinnvoll macht. Hier werde ich eine größere Pause einlegen. 2 Stunden Laden habe ich eingeplant.
  • Für die restlichen 105 km nach Höfn, dem heutigen Tagesziel, habe ich 2 Stunden eingeplant. Da bleibt Zeit für Pausen, um unter anderem die Landschaft des Lónsfjörður zu genießen.
  • Übernachtung: Bei einem Freund in Höfn.

Tag 3, Donnerstag, 7. Juni 2018

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Heute gibt es eine der kürzeren Etappen, nur 205 km sind geplant. Dafür wird es aber zwei größere Stopps geben: Die berühmte Gletscherlagune Jökulsárlón  und eine kleine Wanderung im Naturpark Skaftafell zum Wasserfall Svartifoss.
► Die Etappe in Google-Maps.

  • 80 km Fahrt sind es von Höfn bis zum Gletschersee Jökulsárlón, vielleicht gibt es hier schon eine Chance für eine Zwischenladung, denn warum sollte die Zeit die ich dort verbringe, nicht auch das Motorrad sinnvoll nutzen :-).
    Nicht vergessen sollte man allerdings das Museum über den Schriftsteller  Þórbergur Þórðarson (bevor ich den Jökulsárlón erreiche). Hier werde ich zumindest eine kleine Pause im Café machen (und vielleicht nach ’ner Steckdose fragen)
  • 56 km weiter erreiche ich Skaftafell. Hier werde ich eine kleine Wanderung zum Wasserfall Svartifoss machen, bevor es weitergeht.
  • Die letzte Etappe sind dann nur noch 70 km. Gleich nach Skaftafell kommen die langen Brücken über die Sandfelder „Skeiðarársandur“, die mir einige Gelegenheiten für Fotos und Videos geben werden.
  • Übernachtung: Hunkubakkar Guesthouse gleich hinter Kirkjubæjarklaustur.

Die ersten drei Tage in der Detailplanung

Die folgenden 3 Bilder zeigen meine Detailplanung der Tagesetappen als Exceltabelle (auf ein Bild klicken!). So habe ich eine Abschätzung, was an den einzelnen Tagen möglich ist. Dabei wurde immer großzügig angenommen, ich komme erst um 10:00 Uhr morgens los, hier steckt also schon mal eine Zeitreserve drin (oder ein entspannter Tagesbeginn).  Für jede Teilstrecke sind dann nochmal zwei Zeitreserven drin: Eine angenommene Durchschnitts-Geschwindigkeit von 65 km/h und dann nochmal aufgerundet in der Spalte „Verwendete Fahrzeit“.

English version:

Day 1, Tuesday, 5th June 2018

Karte_Tag_01aThe ferry will arrive at Seyðisfjörður at 9:00 am (scheduled) and with it the first electric motorcyclist in Iceland. I expect that I will not leave until 11 o’clock, to be careful with my planning. Despite this late departure, this first day will be already demanding, as it will be my longest day’s stage with planned 297 km.
► This day’s stage in Google Maps.

  • Driving to Egilsstaðir and shopping a a bit there.
  • Going on along lake Lagarfljót to the information center Snæfellsstofa and to Klausturkaffi. At one of these places I will ask for a possibility to charge my motorcycle. Distance to here: 66 km, so I can not charge a lot yet, but I need a full battery for the next stretch.
  • Now it goes up to Kárahnjúkar dam. Here Iceland is producing „cheap“ electricity, especially for the aluminum industry in Reyðarfjörður, through which I will also be driving this evening. Distance up to Kárahnjúkar: 63 km, so there and again back to Klausturkaffi it is almost 130 km. Then I have to decide if I want to reload here or do the remaining 27 km to the next scheduled stop. This also depends on wind and weather.
  • The next destination (after the remaining 27 km) is Vallanes, an eco-farm that I know from the artist Thomas Rappaport. But I have never been there. So what could be more appropriate to look in there with an electric motorcycle?
  • Now it is 85 km to the final destination of the day, Neskaupstaður. Depending on how much I could load in Vallanes (only with half the charging power), I may have to reload in Egilsstaðir at a charging station.
  • Then it goes over Reyðarfjörður passing the aluminum factory into the East Fjords to Neskaupstaður.
  • Accommodation: Guesthouse Tonspil in Neskaupstaður. According to my planning (see pictures below) I should be there about 19 o’clock.

Day 2, Wednesday, 6th June 2018

Karte_Tag_02aThis route will be slightly shorter than the first with planned 267 km. A nice drive through the East Fjords awaits me. Two tunnels shorten or save an uphill stretch.  Furthermore, today comes after about 130 km drive the last unpaved piece of the ring road in the Berufjörður. I have to be careful that no stone gets into the toothed belt and damages it. ► This day’s stage in Google Maps.

  • For safety reasons, I make an intermediate charging stop in Stöðvarfjörður, not far from „Petra’s stone collection“, which I had already seen in 2003 …
  • I’ll reach Djúpivogur after 162 km, which makes the stop before meaningful. Here I will take a longer break. I have scheduled 2 hours of loading.
  • For the remaining 105 km to Höfn, today’s destination, I have scheduled 2 hours. There is time for breaks to enjoy, among other things, the landscape of Lónsfjörður.
  • Overnight stay: At a friend in Höfn.

Day 3, Thursday, 7th June 2018

Karte_Tag_03aThis is one of the shorter stages, only 205 km are planned. But there will be two major stops: the famous glacier lagoon Jökulsárlón and a short hike in Skaftafell Nature Park to visit the Svartifoss waterfall.
► This day’s stage in Google Maps.

  • It is a 80 km drive from Höfn to the glacier lake Jökulsárlón, maybe there is already a chance for an intermediate charging, because why should the time I spend there, not simultaneously used the bike meaningful :-).
    However do not forget the museum about the writer Þórbergur Þórðarson (before I reach lake Jökulsárlón). Here I will make at least a small break in the café (and maybe ask for a power outlet).
  • 56 km further on I reach Skaftafell. Here I will take a short hike to the Svartifoss waterfall before continuing.
  • The last stage is then only 70 km. Right after Skaftafell long bridges cross the sand fields „Skeiðarársandur“, which will give me some opportunities for nice photos and videos.
  • Accommodation: Hunkubakkar Guesthouse just behind Kirkjubæjarklaustur.

The first three days in detailed planning

The following 3 pictures show my detailed planning of the daily stages as an Excel spreadsheet (click on a picture). So I have made an estimation of what is possible on each day. I generously assumed to leave only at 10:00 clock in the morning, so I have already a time reserve here (or a relaxed start of the day). For each leg there are again two time reserves in it: An assumed average speed of 65 km/h and then rounded up again in the column „used travel time“.

 

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