Archiv der Kategorie: Unterwegs/On the Way

Update: Perfekter 2. Tag / Perfect Day 2

(English version below)

Karte_Tag_02aDiesen Beitrag habe ich nun um den Bericht und viele Bilder erweitert. Allerdings war nicht alles perfekt an dem Tag. Zunächst ein paar Bilder von der Fahrt von meinem ersten Übernachtungsort Neskaupstaður über Eskifjörður und Reyðarfjörður mit dem Aluminiumschmelzwerk. Infos gibt es auch in den Bildunterschriften beim Drüberscrollen oder Anklicken.

Dann kam der erste Ladestopp in Stöðvarfjörður mit der Erkenntnis, dass mir die kleineren Ladeboxen von ON, die kostenlos sind, eigentlich nichts nützen: Ich bemerkte schon beim ersten Ladeversuch in Egilsstaðir, dass da was nicht stimmte. Die Ladung startete nicht, obwohl die Box klackte und Strom liefern sollte. Grund: Hier ist nur eine Phase mit Spannung belegt, meine Ausrüstung ist aber für 3 Phasen gebaut. Aber selbst wenn ich den Aufbau wie beim „Schuko-Laden“ mit dem externen Lader mache (das bringt immerhin 3 kW), startet die Ladung erst, wenn ich das Motorrad einschalte. Dann wird aber keine Restladezeit im Display angezeigt. In der App via Bluetooth konnte ich aber sehen, dass geladen wird. Schalte ich das Motorrad aus, bricht auch die Ladung ab. Das sollte eigentlich nicht sein. Ich hab es also beim Laden an dieser ON-Station in Stöðvarfjörður eingeschaltet gelassen. Da kann ich aber gleich irgendwo nach einer Schuko-Steckdose fragen, anstatt auf diesem unattraktiven Platz rumzustehen (siehe Bilder). Zum Schluss ist mir das Motorrad dort auch noch umgekippt, als ich es rückwärts auf dem Schotterboden schieben wollte. Das ist immer heikel. Ein Isländer half mir aber beim Aufrichten und es ist nichts passiert. Ich hab’s auch mehr „langsam hingelegt“ und der Seitenständer war glücklicherweise eingeklappt. Das Ganze hat das vorsichtige Handling des Bikes hier bei meinen Stopps nun aber deutlich verbessert.

Hier dann noch ein Zusammenschnitt von kurzen Fahrvideos:
https://youtu.be/b8T9aGBt3Nk

(English version)

Karte_Tag_02aThis post I have now extended with text and many pictures. However, not everything was perfect on that day. First a few pictures from my first overnight stay in Neskaupstaður via Eskifjörður and Reyðarfjörður with the aluminum smelter. There is also information in the captions when scrolling or clicking.

Then came the first charging stop in Stöðvarfjörður with the realization that the smaller charging boxes from ON, which are free of charge, actually do not help me: I already noticed during the first charging attempt in Egilsstaðir that something was wrong. The charge did not start, although the box clacked and should deliver power. Reason: Only one phase is busy here, but my equipment is built for 3 phases. But even if I build up my stuff as for „standard outlet charging“ with the external charger (which brings at least 3 kW), the charge starts only when I turn on the motorcycle. But then no remaining charge time is shown in the display. Bit in the app via Bluetooth I could see that it is charging. If I turn off the bike, the charging also stopped. That should not be. So I left it on for charging at this ON station in Stöðvarfjörður. But I can ask somewhere for a standard outlet, instead of standing around in this unattractive place (see pictures). Finally, the bike overturned when I wanted to push it backwards on the gravel ground. That’s always tricky. An Icelander helped me to push it up again. Nothing was damaged. Actually it didn’t fall, but moved more „slowly“ down with me aside. That experience made me even more careful with the handling of the bike here at my stops.

Here is a summary of short driving videos:
https://youtu.be/b8T9aGBt3Nk

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Ein langer 1. elektischer Tag in Island / A long first electric day in Iceland

(English version below)

Karte_Tag_01aDas waren 318 km Fahrt heute und teilweise ganz schön spannend. Hier Stichworte zu den dann jeweils folgenden Bildern:

  • Nachdem ich von der Fähre runter war, sprach mich ein Reporter des isländischen Fernsehsenders RUV an. Er machte ein paar Aufnahmen, auch während der Fahrt nach Egilsstaðir und interviewte mich. Außerdem brachte mir der Bruder eines isländischen Freundes eine RFID-Karte für die Ladesäulen von ON. Danke nochmals!
  • Fahrt am See Lagarfljót entlang.
  • Ladestopp beim Vatnajökull Informationszentrum, wo ich nach einer Steckdose fragte. Und siehe da, die haben einen E-Golf, der auch gerade am Strom hing.

Jetzt hatte ich 62 km Fahrt hoch zum Karahnjukar Staudamm vor mir… und wieder zurück und dann noch ein Stück weiter zu einem geplanten Ladestopp bei einer Farm. Die Strecke zum Damm hoch war schön und auch schön einsam. Aber der Energieverbrauch war sehr hoch: 80 Wh/km! Das lag daran, dass es einige km steil bergauf ging, die Landstraße rau ist, es 15°C hatte und ein bisschen Wind. Ich musste also langsamer fahren (Tempo 60 waren das dann) mit dem Wissen, dass der Rückweg meist bergab geht und es ok ist, wenn ich mit etwas über 50 % SoC/Restladung oben ankomme. Als ich das Bild 4 (siehe unten) am Damm machte, gab es einen Schockmoment. Ich war gerade wieder am Motorrad, als ich ein Knarzen bemerkte und wie sich das Motorrad leicht neigte: Der Seitenständer bohrte sich gerade in den anscheinend weichen Asphalt! Siehe Bild! Das ging nochmal gut, dass ich das Bike gerade noch stützen konnte. Wäre es umgefallen, wäre ziemlich sicher der Ständer abgebrochen, weil er ja im Asphalt steckte. Nicht auszudenken, wie das hätte ohne Ständer weiter gehen sollen.

Nach dem Besuch des Damms (es hätte dort sogar CEE rot Steckdosen bei Bauarbeiten gegeben, wenn ich gefragt hätte), fuhr ich wieder sparsam zurück. Und zwar genau richtig. Ich kam nach immerhin 158 km Fahrt (!) mit 0 % Restakku beim Öko-Hof „Vallanes“ an. Den kannte ich durch einen Freund, der Holzkünstler ist und wollte unbedingt mal hin. Gut, dass es eine Lademöglichkeit gab und ich für die letzten 86 km zur Unterkunft in Neskaupstaður wieder Strom hatte. Vielen vielen Dank!

Nach den 86 km nach Neskaupstaður waren noch 33 km Range bei 22 % SoC angezeigt. Da macht eine Reichweite von knapp 120 km. Auf die muss ich mich wohl einstellen, denn die Strecke war ziemlich typisch. Mein Tempo war 80 und manchmal 90 km/h.

(English version)

Karte_Tag_01aThat was 318 km drive today and sometimes quite exciting. Here are keywords for the following pictures:

  • After I got off the ferry, a reporter from the Icelandic TV station RUV came to me. He made a few shots, even while driving to Egilsstaðir and interviewed me. In addition, the brother of an Icelandic friend brought me an RFID card for the charging stations of ON. Thanks again!
  • Drive along Lake Lagarfljót.
  • Charging stop at the Vatnajökull Information Center, where I asked for a power outlet. And look, they have an electric VW Golf, which was also just charging.

Now I had 62 km drive up to the Karahnjukar dam … and back again and then a bit further to a planned charging stop at a farm. The route to the dam was beautiful and also pretty lonely. But the energy consumption was very high: 80 Wh/km! This was because it went steeply uphill for several km, the country road was rough, it was 15°C and a bit of wind. So I had to slow down (60 km/h) with the knowledge that the way back usually goes downhill and it is ok if I arrive with just over 50% SoC at the dam. When I made picture 4 (see below) at the dam, there was a shock. I was just back on the bike when I noticed a creak and how the bike slightly tilted: The side stand just started to disappear into the seemingly soft asphalt! See image! That was luck, that I could just support the bike. If it had fallen over, the stand would almost certainly have broken off because he was stuck in the asphalt. It’s hard to imagine how the tour should have gone on without a stand.

After visiting the dam (there would even have been CEE red sockets from construction work, if I had asked), I drove back economical and exactly right. I arrived after a 158 km ride (!) with 0% remaining battery at the eco-farm „Vallanes“. I knew it through a friend who is a wood artist and really wanted to go there. Good that there was a charging option and I had electricity for the last 86 km to the accommodation in Neskaupstaður again. Thanks alot!

After the 86 km to Neskaupstaður still 33 km range were indicated with 22% SoC. That  makes a total range of nearly 120 km. I have to be prepared for that because the route was quite typical. My speed was 80 and sometimes 90 km/h.